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Sandboxing

  1. Ich liebe meine Runde!

    Meine Midgard-Runde war mal wieder genial gestern. Sandkisten mit hochstufigen Charakteren (meine Runde bewegt sich zwischen Grad 11 und Grad 16, Durchschnitt liegt irgendwo bei 14) machen einfach Spass.

    Ich find es einfach geil, wenn meine Spieler durch Aktionen ihrer Charaktere meine ganze Kampagne (bzw. meine Vorbereitungen) über den Haufen schmeißen und allem einen neue Richtung geben.

    Was ist passiert? Sie haben einer Chaosmacht (YenLen) eine Tochter abgeschwatzt, um diese zu erziehen. Ziel war der Chaosmacht Begriffe wie Ursache und Wirkung, Vergänglichkeit und Zeitablauf beizubringen. Das haben sie mit einer so genialen Argumentation gemacht, dass YenLen dem einfach zustimmen musste.

    Der Handlungsabschnitt dauerte ca. ein dreiviertel Jahr (wir spielen 1x pro Woche), es wurden ca. 15 Jahre Spielweltzeit durchgespielt. Es war granatenstark, die Charaktere bei Actionreichen Abenteuern wie "Wir bestellen ein Feld" oder "Das Kalb ...
  2. Wie baue ich eine Sandbox

    Durch Diskussionen im Forum inspiriert, hier mein System, wie ich die Struktur in einer neuen Sandbox erschaffe. Eventuell kann damit jemand was anfangen.

    Wenn ich eine neue Sandbox erstelle gebe ich der Sandbox erstmal ein Thema. Das Thema beschreibt die Sandbox in möglichst nur einem kurzen Satz. Der Satz soll zunächst mal keine Konflikte, keine Wertung enthalten. Hier entsteht das grundlegende Bild. Das Hauptthema müssen die Spieler zu Beginn der Kampagne nicht kennen. Eine Sandbox muss nicht immer Weltumspannend sein. Ich mag die so, aber das ist eher Ausdruck meines persönlichen Stils. Drachenmann z.B. hat eine Sandbox die ich mit "Paduna sehen und sterben" umschreiben würde. Ich habe eine "Top Down" Methode mir angeeignet, "Bottom Up" geht aber auch genauso gut.

    - 100.000 Jahre vor den Göttern
    - Ljosgard und Myrkgard - mal wieder

    oder auf eine kleinere Skala gelegt:

    - Geschichte zweier Städte ...
  3. Die Freiheit der Entscheidung - Eine Herausforderung für Spielleiter

    In meiner regelmäßigen Freitagsrunde ist etwas passiert, das mich dann doch etwas aus dem Konzept gebracht hat.

    Hier was passiert ist, zusammen mit einer kurzen Übersicht über die Kampagne.

    Ich leite eine Kampagne, die mittlerweile seit... Hmm... ca. 4-5 Jahren läuft. Die Kampagne spielt in der Vergangenheit Midgards und es gilt den Arracht und dem Anarchen kräftig in den Hintern zu treten und dafür Sorge zu tragen, dass sich Midgard so entwickelt wie wir es kennen. Einmal ist das bisher gelungen. Das 1. Dunkelheim ist vernichtet. Danach gab es einen Zeitsprung über ein paar tausend Jahre und jetzt werden gerade Verbündete gesammelt um auch noch das 2. Dunkelheim angreifen zu können.
    Ich leite eine Sandbox. Es gibt zwar einen Plot, den die Abenteurer aber nicht bespielen müssen. Es war am Anfang auch offen, auf welche Seite sie sich schlagen werden.

    Die Charaktere haben teilweise Grad 15 erreicht, was in Midgard der höchste erreichbare ...
  4. Verlaufen in der Sandbox - die Grenzen der großen Freiheit - der Unterschied zwischen wichtig und dringend

    Das Problem:

    Gestern bei meiner Midgard-Runde hatte ich über Sandboxing eine neue Erfahrung. Sozusagen eine Erleuchtung, eine Erkenntnis tieferer Zusammenhänge - oder ich hab den Cheeseburger nicht vertragen.

    Meine Spieler drohen in der Sandbox verloren zu gehen. Das fängt an teile von ihnen zu frustrieren. Es werden Themen angepackt und angefangen. Mittendrin tauch ein anderes Thema, eine andere Herausforderung auf. Man wendet sich dem neuen Problem zu und lässt erstmal das Alte liegen. Das geschieht. weil teilweise die alte Herausforderung als zu komplex erschien, das geschieht, weil teilweise die neue Herausforderung als dringender erscheint.

    Ich als SL habe da in einer Sandbox wenig Möglichkeiten etwas zu steuern. Ich bringe keine neuen Fakten in die Sandbox. Die Fakten waren schon immer da und werden von den Spielern aus eigenem Antrieb entdeck. Meine NSC reagieren plausibel (bzw. das was ich als plausibel erachte - das muss nicht immer ...

    Aktualisiert: 26.07.2011 um 12:38 von Abd al Rahman

    Kategorien
    Midgard , Freitagsrunde , Sandboxing , Rollenspiel , Systeme , Rollenspieltheorie , Meine Runden
  5. Von den Problemen eine freie Runde zu leiten - Die liebe Not beim Sandboxing

    Da beschäftigt man sich eingehend mit den diversen Techniken zum Spielleiten, überlegt sich, wie man den Einfluss von Spielern auf den Lauf der Geschichte erhöhen und den Einfluss des Spielleiters verringern kann. Man liest was von Sandboxing und denkt sich: "Cool! Das will ich auch machen!".

    Ok, dann fängt man an. Man Überlegt sich die coolste Kampagne unter der Sonne, man denkt sich ein geniales Setting aus (@Steven Spielberg, George Lucas, Peter Jackson: I am selling the film rights) und dann so was. Die Spieler stehen rum und machen nix. Wie das Kaninchen vor der Schlange hocken sie wie hypnotisiert da und warten dass was passiert.

    Sie schaun mich an, ich schau sie an. Es fühlt sich an wie Zwölf Uhr Mittags, als Kane gegenüber der Millerbande steht. Natürlich bin ich Kane. Meine Spieler die Millerbande. Ich bin der Gute, sie die Bösen. Klar, oder?

    Was macht also der geniale Spielleiter wenn seine Spieler nicht spuren und ...

    Aktualisiert: 26.07.2011 um 13:44 von Abd al Rahman

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