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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein kleiner Appetithappen zu Valian


DiRi
06.08.2002, 18:23
Hallo miteinander!

Nachdem ich bereits einen kleinen Appetizer für die Küstenstaaten im entsprechenden Strang unter Regionen gepostet habe, halte ich es nur für recht und billig, dies auch für Valian zu tun. Dem sei hiermit durch eine Sage über die Gründung Valians genüge getan:

Als die Vorfahren der Valianer, das sagenumwobene Meervolk, vor Urzeiten durchs Meer der Fünf Winde segelten, waren sie nur ein kleines Häuflein Edler, die aus ihrer Heimat geflohen waren. Tin, dem die brachliegenden und in weiten Teilen menschenleeren Lande schon lange missfielen, erkannte, dass diese Menschen die Fähigkeit mitbringen würden, das Land zu entwickeln und zu kultivieren. So hob er für sie die Inseln von Valian aus dem Meer. Der Boden, aus dem er die Inseln formte, war seinen eigenen Schatzkammern entnommen, und Kupfer- und Goldstücke wurden in der Hitze und Wucht des Entstehungsprozesses zu den Zinn- und Goldadern, über welche die Inseln fortan verfügten. Alpanu warf den Schleier des Wachstums über die nackten Felsen, und Nothuns schenkte den Valianern an der Stelle, an der die Schiffe anlegten, eine schöne Quelle.

Die Angehörigen des Meervolkes hatten in ihrer alten Heimat grausame Gottheiten verehrt, und das einzige Opfer, das sie damals kannten, war das Menschenopfer. So opferten sie aus übergroßer Dankbarkeit in der ersten Zeit, in der sie auf der Insel lebten, dem Gott Tin viele ihrer neugeborenen Kinder. Einer der drei Hauptleute des Seehelden Gilgalar beging bei der Landung aus Dankbarkeit sogar rituellen Selbstmord. Diese Gewohnheiten empörten Alpanu sehr, und so ging sie zusammen mit Culsu, die es hasste, wenn der von ihr bestimmte Todeszeitpunkt von Menschenhand manipuliert wurde, zu Tin, und sie beklagten sich aufs Bitterlichste. Daraufhin gab Tin den Priestern ein Zeichen, dass er anstelle der Menschenopfer Ersatz in Form von Tieren, Wertgegenständen und Räucheropfern wünsche.

Seither gibt es offiziell keine Menschenopfer mehr in Valian. Nur eine Gruppe von Unbelehrbaren hielt am alten Brauch fest und bildet heute die geheime Molkomorsekte. Immer wieder verschwinden Bettlerkinder von den Straßen Candranors, und an bestimmten Stellen wegen körperlicher Gebrechen ausgesetzte Kinder sind am nächsten Morgen von Unbekannten geholt worden. Auch von Kindesentführungen aus den Vierteln der Ausländer wird berichtet. Die Umtriebe dieser Sekte verderben den Ruf des valianischen Glaubens im übrigen Midgard, wo allgemein angenommen wird, die grausamen Valianer schlachten ihre Kinder - eine Behauptung, die selbst dem gleichmütigsten Valianer die Zornesröte ins Gesicht treibt. In Wirklichkeit ist es so, dass die Molkomorsekte erbittert verfolgt wird, nicht zuletzt deswegen, weil viele Politiker Valians befürchten, dass in Zeiten einer schweren Krise solche Leute wieder die Oberhand gewinnen könnten.

---

So, damit soll es für die nächste Zeit erstmal genug sein, mit diesen kleinen Infohappen zum QB Valian/Küstenstaaten. Aber es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, das sei jetzt schon verraten. Nun denn - bis demnächst,

Dirk.

Odysseus
06.08.2002, 20:04
Interessant...  http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/colgate.gif

Und die Moloch-Baal-Anhänger aus dem alten Kartagor sind auch dabei!  http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/devil.gif


Mehr bitte!  http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/satisfied.gif


Best,

der Listen-Reiche

Sirana
06.08.2002, 21:37
http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/clap.gif  http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/clap.gif  http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/clap.gif
Das macht wirklich Lust auf mehr und bringt jetzt schon Ideen für Abenteuer.

Sirana

DiRi
07.08.2002, 11:51
@Sirana
Na, das freut mich doch!

Ciao,
Dirk.

Bernward
07.08.2002, 16:25
Sag mir Quando, sag mir wann...

... kommt der QB  http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/inlove.gif

DiRi
08.08.2002, 11:26
Hallo miteinander!

Bis zum Erscheinen des QBs wird sicherlich noch 'ne Menge Wasser den Rhein runterfließen wie es so schön heißt. 2003 kann aber ins Auge gefasst werden.

So, wer jetzt noch einen kleinen Appetizer (http://www.midgard-forum.net/ikonboard.cgi?act=ST;f=16;t=17;st=0) für die Küstenstaaten haben möchte, der kann ja dem link folgen.

Ciao,
Dirk.

Triton Schaumherz
08.08.2002, 11:54
Danke DiRi ! Dieser kleine Infohappen kommt mir gelegen, da meine Gruppe gerade die Valianischen Inseln ansteuert. Um ein Abenteuer daraus zu improvisieren, sind die Infos über die Molkomor-Sekte ein bißchen wenig, aber für das eine oder andere Gerücht bzw. NSC-Backgrounds reicht das schon mal.

Hoffe es kommt bald noch mehr. Valian liegt einfach zu zentral, um kulturbeschreibungsmäßig noch länger so grob vernachlässigt zu werden.

Herzliche Grüße,
Triton

stefanie
10.08.2002, 21:08
</span><table border="0" align="center" width="95%" cellpadding="3" cellspacing="1"><tr><td>Zitat </td></tr><tr><td id="QUOTE">Als die Vorfahren der Valianer, das sagenumwobene Meervolk, vor Urzeiten durchs Meer der Fünf Winde segelten, waren sie nur ein kleines Häuflein Edler, die aus ihrer Heimat geflohen waren. Tin, dem die brachliegenden und in weiten Teilen menschenleeren Lande schon lange missfielen, erkannte, dass diese Menschen die Fähigkeit mitbringen würden, das Land zu entwickeln und zu kultivieren. [/QUOTE]<span id='postcolor'>
Daran fällt mir auf, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß &quot;ein kleines Häuflein Edler&quot; in der Lage ist, zu &quot;segeln&quot; oder &quot;das Land zu entwickeln und zu kultivieren&quot;. Heißt das, daß es sich versteht, daß das Schiff mit Besatzung kam und ansonsten gemeint ist, daß sie gleich Einheimische versklavt haben?

DiRi
10.08.2002, 23:10
Tja, so ist es nun einmal mit Sagen, Mythen und Legenden. Von ihrer Aussagekraft her sind sie nicht wirklich präzise. Andere Quellen schreiben hingegen, dass in den Zeiten des Vorstosses des EISES ganze Königreiche in See stachen. Und die mektischen Chroniken sprechen von einem Auftauchen der Meervölker, die das ganze nördliche Lamaran unsicher machten und ihnen dieses Land abtrotzen konnten. In diese Zeit fällt auch das abrupte Verschwinden ganzer Völker, die meist am Meer der Fünf Winde siedelten. Manch' querulante chryseische Gelehrte nehmen hier das Wort Völkermord in den Mund; aufgeklärte Magister der lidralischen Schulen hingegen gehen nur von Versklavung dieser Völker durch das Meervolk aus und einige albische Scholaren zu Cambrygg stimmen darin überein, dass sich das Meervolk mit den zu jener fernen Zeit in der südlichen Vesternesse ansässigen Tuskern schließlich zum Volk der Chryseier verschmolz. Mehr kann ich dazu leider auch nicht sagen, denn die valianischen Historiker hielten sich eher an eine blumige und weniger an eine faktisch orientierte Wiedergabe der alten Mythen aus den Tempelbilderrollen, wo tatsächlich nur ein kleines Häuflein edler Recken auf einem Schiff dargestellt war und der Sonne entgegen segelte. Ob das hingegen einfach nur sinnbildlich für eine in Wahrheit gewaltige Streitmacht gewesen sein könnte, entzieht sich leider der Kenntnis eines nur unbedarften Erforscher der empyreischen Weiten Midgards. Wie es aber nun zumindest gewesen sein könnte, wird wohl erst mit Erscheinen des QBs zu Valian/Küstenstaaten einer eingehenden Prüfung unterzogen werden können.

Ciao,
Dirk.

Bart
12.08.2002, 10:07
Du machst das echt klasse Diri &nbsp;http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Immer mal wieder ein Häppchen drauf und das auch noch gut verpackt. &nbsp;http://www.midgard-forum.net/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif

Gruß
Eike

Wiszang
12.08.2002, 10:53
Hi!

Breite Zustimmung!

Wiszang

DiRi
29.08.2002, 13:19
Nun gut - ihr wollt noch mehr? Dann habe ich hier noch einen kleinen, doch eher religiös geratenen Infohappen aus dem 2. Band des QBs - damit ist jetzt allerdings bis auf Weiteres Schluss mit den Appetizern ...

<span style='font-size:17pt;line-height:100%'>Valianisches Weltbild</span>

Die Valianer stellen sich die Welt, wie sie aus dem Urei, dem sogenannten Uroval entstanden ist, als Scheibe mit mehreren Ebenen vor. Ganz oben zwischen Sonne, Mond und Sternen residieren die Götter. Nur ganz wenigen Menschen ist es erlaubt, einen Blick auf diese Welt zu werfen. Dann kommen die Wasser, die unter dem Himmel sind, ein oberer Ozean, aus dem Regen fällt, mit richtigen Fischen und anderen exotischen Meerestieren. Es wird berichtet, dass kühne Seefahrer diesen Ozean schon befahren haben, indem sie ans Ende des unteren Meeres gesegelt sind, dorthin, wo das Wasser nach oben fließt und wieder in den oberen Ozean mündet. Sagenhafte Inseln sollen in diesem Meer liegen. Unter diesem Meer liegt der Luftraum mit seinen Winden, seinen fliegenden Inseln, Luftgeistern und den Tieren des Himmels. Danach kommt die Erde mit Pflanzen, Tieren, Erdwesen und zu guter letzt den Menschen. Direkt darunter liegt das eisige Totenreich und darunter befinden sich als letzte Ebene der Abgrund in dem riesige Ungeheuer hausen.

Über jede dieser Ebenen herrscht eine der Hauptgottheiten des valianischen Pantheons. Ganz oben zwischen Sonne, Mond und Sternen thront der Herrschaftsgott Tin und steuert die Bewegungen der Himmelskörper. Auch der Luftraum gehört zu Tins Reich. Der obere und der untere Ozean, die zusammen gehören, da sie ja ineinander fließen, sind hingegen die Domäne des Meeresgottes Nothuns. Das feste Land und seine lebenden Bewohner sind ihrer Schöpferin, der Fruchtbarkeitsgöttin Alpanu untertan. Die eisige Unterwelt, in der die Toten wohnen, ist die Heimstatt der Totengöttin Culsu und in der lichtlosen Tiefe soll zu guter letzt der alles verschlingende Molko hausen. (Molko darf jedoch nicht verehrt werden, da jede Anbetung angeblich seinen Appetit auf die Schöpfung vergrößert.) Nur der feurige Kriegsgott Laran hat keine eigene Ebene als Heim. Er kann jede der Ebenen frei bereisen und sich überall einrichten, auch wenn er nirgends lange verweilt. Jede der Gottheiten hat ihren Platz in der Schöpfung der Himmelsmutter Alpanu. Die Tatsache, dass jeder der fünf offiziellen Götter des valianischen Pantheons klar einem Element zugeordnet werden kann, ist wohl kein Zufall. Die Valianer sind ordnungsliebende Menschen, die ordnende Gottheiten anbeten.

Neben den erwähnten Hauptgottheiten verehren die Valianer eine große Zahl Niederer Götter. Diese sind oft mehr oder weniger weitläufig verwandte Nachkommen der oben erwähnten Gottheiten, oft jedoch auch „Importe” aus anderen Ländern, die nachträglich ins valianische Weltbild „eingepasst” wurden. Denn da Alpanu die alleinige Schöpferin der Welt ist, müssen nach dem Glauben der Valianer die Götter der anderen Völker ebenfalls auf die eine oder andere Weise von ihr oder ihren Kindern abstammen.

Für die Valianer ist die Welt Midgard die einzig wahre im Multiversum. All die anderen Weltenebenen und Sphären, aus denen die alten Seemeister ihre dämonischen oder elementaren Hilfstruppen zu beschwören pflegten, sind nur verzerrte Spiegelbilder oder Schatten dieser einen wahren Welt. Dass diese Spiegelbilder so unvollkommen sind, führt der gelehrte Valianer darauf zurück, dass die Götter es nicht für nötig gehalten haben, sie nach ihren Wünschen zu formen. Die Valianer glauben zu wissen, dass manche mächtige Wesen anderer Ebenen danach trachten, die Götter abzulösen und ihre eigene Heimatsphäre zum Mittelpunkt der Schöpfung zu machen. Diese Wesen, seien sie nun elementarer oder dämonischer Natur, gelten als die verselbstständigten verzerrten Schatten von Naturgeistern, Ungeheuern oder gar Göttern. Ihre Macht leitet sich jedoch nur zum Teil von der Macht des „Originals” ab. Wenn es ihnen gelingt, Sterbliche dazu zu bewegen sie anzubeten oder wenn sie als Mentor von sterblichen Zauberern Dienstleistungen und Opfer erhalten, nimmt ihre Macht zu. Es überrascht die Valianer daher auch gar nicht, dass es Dämonen gibt, die sich voller Ehrgeiz von abhängigen Dienern der alten Seemeister zu Göttern anderer Völker aufgeschwungen haben, wie das beispielsweise bei der Dunklen Dreiheit von KanThaiPan der Fall war (ein Beispiel, das allerdings nur in den eingeweihtesten Kreisen der Tinpriesterschaft wirklich geläufig ist).

Dieser Erklärungsansatz des Multiversums, der von Gelehrten anderer Länder auch als das Valianische Weltbild bezeichnet wird, ist auch in den Küstenstaaten offizielle Doktrin. Hier wie dort wird diese Lehre in Tempeln und an Multiversitäten verbreitet und streitbar gegen andere religiöse Grundauffassungen verteidigt. Sogar in ausländischen Akademien, wie der scharidischen Madrasa al-Atir in Nedschef, ist das Valianische Weltbild weitgehend bekannt, wenn auch nicht anerkannt. Die meisten valianischen Gelehrten beschäftigen sich übrigens lieber mit den Grundlagen weltlicher Magie und überlassen Detailfragen und Spekulationen über die Verwandtschaftsverhältnisse von Göttern, Dämonen und Elementarwesen einer eingeweihten (und vor allen Dingen dafür zuständigen) Priesterschaft. In den streitlustigen Küstenstaaten wird - zumindest in manchen Gegenden - etwas unbefangener über diese Themen gesprochen und diskutiert. Zauberkundige und Gelehrte dürfen auch ohne den Segen der Tempel in diesen Bereichen forschen, doch wer nicht zum Widerruf gezwungen werden will, tut gut daran, vor einer „epochalen” Veröffentlichung mit der Priesterschaft des Tin Rücksprache zu halten. Den einfachen Bauern oder Handwerker interessiert dies alles natürlich überhaupt nicht, egal ob er in Valian oder in den Küstenstaaten im Tempel der Baales Valianis betet.

#randtext#
Die Priester des Tin wachen darüber, dass das Valianische Weltbild nicht ernsthaft in Frage gestellt wird.
#randtext ende#

---

Ciao,
Dirk.

Wiszang
30.08.2002, 10:53
Hi Dirk!

Schön! Und das war wirklich der letzte Appetizer? Schade, er macht aber wirklich Lust auf mehr!
Viele Grüße und Danke!
Wiszang

Odysseus
11.10.2002, 17:58
Da im Küstenstaaten-Strang schon nach 'Fechten' gefragt wurde, wollte ich mal nachfragen, ob es für Valian auch ein paar spezielle Fertigkeiten geben wird? Z.B. 'Ringen' oder ähnliches...



Neugierig,

der Listen-Reiche

aelina
06.09.2003, 12:32
Zitat[/b] (DiRi @ 06 Aug. 2002,18:23)]Der Boden, aus dem er die Inseln formte, war seinen eigenen Schatzkammern entnommen, und Kupfer- und Goldstücke wurden in der Hitze und Wucht des Entstehungsprozesses zu den Zinn- und Goldadern, über welche die Inseln fortan verfügten.
Ich möchte nicht kleinlich sein, aber wieso ist aus dem Kupfer Zinn geworden? Oder haben wir es hier mit einem &quot;die-Wege-der-Götter-sind-unergründlich&quot; Fall zu tun?

Gruß,
Aelina

DiRi
06.09.2003, 22:27
Nun, die Wege der Götter sind unergründlich. Und einige wandeln halt eher auf bronzenen pfaden ...

Ciao,
Dirk.

Nebu
10.09.2003, 00:04
Zitat[/b] ]Tin, dem die brachliegenden und in weiten Teilen menschenleeren Lande schon lange missfielen, erkannte, dass diese Menschen die Fähigkeit mitbringen würden, das Land zu entwickeln und zu kultivieren. So hob er für sie die Inseln von Valian aus dem Meer.

Hm, logischer Widerspruch: Zuerst missfallen ihm die menschenleeren Lande (womit also nicht der Ozean gemeint sein kann) und dann muss er aber erst noch neue Inseln schaffen für die Menschen. Wie mans dreht und wendet, irgendwo hapert es in der Logik http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif

Hab nur den ersten Absatz gelesen, vielleicht finde ich ja morgen mehr. (war das schon durch das Lektorat?)

DiRi
10.09.2003, 00:24
Tja, schon seltsam gelle? Fragt sich halt, welche menschenleeren Lande Tin missfielen ... Vielleicht war aber &quot;das (emporgehobene) Land&quot; bis dato erst ein Funke in Tins Gedankenwelt oder Teil des &quot;oberen Ozenas&quot;? In Wirklichkeit hat das jedoch etwas mit dem Aufkommen/Aufbruch der Menschheit, den Tuskern, dem Meervolk, ihrer Flucht aus Hy Aquilon (ein durch das Vordringen des Eises nahezu menschenleer gewordenes Land, wenn man mal von den versprengten Vorfahren der Waelinger absieht) und der Werdung von Göttern zu tun. Die Valianer sind ein wirklich altes Menschenvolk mit Kultur, was bis in die &quot;heutige&quot; Zeit Bestand haben konnte. Hier mischt sich eben Mystisches aus der Urzeit der Menscheit mit Geschichtlichem. Es ist ein Entstehungsmythos, nichts Geschichtliches, in sich aber nun wirklich nicht widersprüchlich ...

Ciao,
Dirk.

Triton Schaumherz
10.09.2003, 10:09
Zitat[/b] (DiRi @ 10 Sep. 2003,00:24)]In Wirklichkeit hat das jedoch etwas mit dem Aufkommen/Aufbruch der Menschheit, den Tuskern, dem Meervolk, ihrer Flucht aus Hy Aquilon (ein durch das Vordringen des Eises nahezu menschenleer gewordenes Land, wenn man mal von den versprengten Vorfahren der Waelinger absieht) und der Werdung von Göttern zu tun.
Heißt das, wir werden im KüSta-QB auch mehr über die rätselhaften Tusker erfahren?

Triton

Nebu
10.09.2003, 14:25
Zitat[/b] (DiRi @ 10 Sep. 2003,00:24)]Tja, schon seltsam gelle? Fragt sich halt, welche menschenleeren Lande Tin missfielen ... Vielleicht war aber &quot;das (emporgehobene) Land&quot; bis dato erst ein Funke in Tins Gedankenwelt oder Teil des &quot;oberen Ozenas&quot;? In Wirklichkeit hat das jedoch etwas mit dem Aufkommen/Aufbruch der Menschheit, den Tuskern, dem Meervolk, ihrer Flucht aus Hy Aquilon (ein durch das Vordringen des Eises nahezu menschenleer gewordenes Land, wenn man mal von den versprengten Vorfahren der Waelinger absieht) und der Werdung von Göttern zu tun. Die Valianer sind ein wirklich altes Menschenvolk mit Kultur, was bis in die &quot;heutige&quot; Zeit Bestand haben konnte. Hier mischt sich eben Mystisches aus der Urzeit der Menscheit mit Geschichtlichem. Es ist ein Entstehungsmythos, nichts Geschichtliches, in sich aber nun wirklich nicht widersprüchlich ...

Ciao,
Dirk.
Hm, gegen Schöpfungsmythen sage ich ja gar nichts. Es ist halt nur sprachlich ungenau.

In etwa wie:
&quot;Gott sah im Lichte des Tages das alles gut war. Dann sprach er: Es werde Licht!&quot;

Die zeitliche Abfolge stimmt nicht.

Wenn man es darauf bezieht, daß Tin sich an anderen &quot;unbewohnten Ländern&quot; (also nicht Valian und nicht der Ozean ringsherum) stört, dann stimmt die Kausalkette nicht, daß er &quot;weil es ihn stört, daß diese Länder unbewohnt sind&quot; andere Länder (Inseln) erschafft, die er dann bevölkern lässt. Denn in diesem Fall sind &quot;erstere Länder&quot; immer noch unbevölkert, also immer noch ein Quell des Ärgernis. Im Text wird es aber so dargestellt, daß er die Bevölkerung der Inseln zulässt, um gerade dieses Ärgernis abzuschaffen.

Also ich seh echt nicht wie daraus ein Schuh wird. Die Zeit- oder Kausalkette in diesem Textfragment ist einfach unlogisch. Da aufgrund dieser fehlerhaften Besachreibung die &quot;Motiavtion des Gottes zur Schöpfung&quot; im Allgemeinen in Zweifel gezogen werden kann, gerät natürlich das gesamte Glaubenskonstrukt ins Wanken. Natürlich kann man sagen, dass ist alles nicht so wichtig und der normale Quellenbuch-Leser vergisst diese Details sofort wieder, aber ich denke schon, daß solche offensichtlichen Fehler vor dem Druck ausgemerzt werden sollten.


Zitat[/b] ]Die Angehörigen des Meervolkes hatten in ihrer alten Heimat grausame Gottheiten verehrt, und das einzige Opfer, das sie damals kannten, war das Menschenopfer. So opferten sie aus übergroßer Dankbarkeit in der ersten Zeit, in der sie auf der Insel lebten, dem Gott Tin viele ihrer neugeborenen Kinder. Einer der drei Hauptleute des Seehelden Gilgalar beging bei der Landung aus Dankbarkeit sogar rituellen Selbstmord.

Auch hier stimmt die zeitliche Abfolge im Textfluß nicht. Zwar wird dadurch kein Bruch der inhaltlichen Zeit- oder Kausalkette wie weiter oben erzeugt, aber es ist sprachlich unsauber formuliert.

Der Satz:
--- So opferten sie aus übergroßer Dankbarkeit in der ersten Zeit, in der sie auf der Insel lebten, dem Gott Tin viele ihrer neugeborenen Kinder. ---

bezieht sich wohl auf die ersten Monate / Jahre / Jahrzehnte.

Er muss also im Textfluss hinter folgendem Satz stehen:
--- Einer der drei Hauptleute des Seehelden Gilgalar beging bei der Landung aus Dankbarkeit sogar rituellen Selbstmord. ---
, da dieser Satz eine unmittelbare Handlung nach der Landung darstellt. Zeitlich also vor dem oberen Satz kommt.

Da der Text einen quasi-historischen Bericht darstellen soll, wäre es gut auf die Form solcher Berichte zu achten, die sich im Normalfall durch eine hohe Strukturierung ihres Inhalts auszeichnen, wie die anwesenden Historiker sicher bestätigen können.

Kazzirah
10.09.2003, 17:17
Zitat[/b] (Nebu @ 10 Sep. 2003,14:25)]Da der Text einen quasi-historischen Bericht darstellen soll, wäre es gut auf die Form solcher Berichte zu achten, die sich im Normalfall durch eine hohe Strukturierung ihres Inhalts auszeichnen, wie die anwesenden Historiker sicher bestätigen können.
Da fühle ich mich doch einfach einmal angesprochen...

Also meinen Senf dazugebend:

Es ist ein weitees Feld. Ich habe ehrlich gesagt kein Problem mit der eher mythisch gefassten Geschichtsbeschreibung.
Es handelt sich eher um einen historiografischen Text als um eine geschichtswissenschaftliche Abhandlung. Wir sollten auch berücksichtigen, dass es für die Zeit durchaus üblich ist, Mythos und Logos gleichwertig zu behandeln. Für uns heute mag es wichtiger erscheinen, &quot;wie es eigentlich gewesen&quot;, für einen (spät-)antiken, mittelalterlichen oder auch frühneuzeitlichen Menschen war das &quot;wie es gewesen sein soll&quot; zum Teil sogar noch wichtiger.

Noch einmal: Es sollte wirklich unterschieden werden zwischen dem modernen geschichtswissenschaftlichen strukturierten Texten und den beschreibenden Texten der Alten. Ich halte es sogar für wahrscheinlich, dass der Text aus einer eher mündlichen Tradition entstammt, für die gänzlich andere Regeln als moderne Sachlogik gelten. Eine Textstruktur muß im übrigen auch nicht chronologisch aufgebaut sein...

Auch aus rollenspielerischer Sicht halte ich Unscharfen und logische Inkonsitenzen in historiografischen Texten zur Rollenspielwelt für statthaft und sinnvoll. Es soll ja gerade Raum zur Interpretation geliefert werden, nicht mehr als ein möglichst dehnbares Gerüst, kein enggeschnürtes Korsett.

Auch das anfangs angeführte &quot;Land&quot; ist nur aus moderner Betrachtung inkorrekt. Es handelt sich wie gesagt um einen mythischen Bericht. Da gelten nicht unsere moderen Grenzen von Raum und Zeit. Mit &quot;Land&quot; kann durchaus künftiges Land gemeint sein, aber auch durchaus &quot;Wasser&quot;. Wer legt denn fest, dass &quot;Wasser&quot; und &quot;Land&quot; für einen Valianer nicht eng verwandt sind. Letztlich haben wir es ja auch mit einem übersetzten Text zu tun. Und Sprachen hängen elementar mit ihrer Umwelt zusammen.

EK
10.09.2003, 17:28
Jedem, der bei früher Geschichtsschreibung Sachlogik erwartet, sei Herodot anempfohlen, der auch immer wieder ins mythische abgleitet.

Ein Vergleichbarer Fall zur gründung Valians wäre wohl die Gründung Roms. (Bevor ihr schreit, ich weiß, dass nicht/nicht nur römisch ist. Es geht mir um den Gründungmythos eines großen Reiches)

Da gibt es auch verschiedenste versionen, die nicht miteinander vereinbar sind, aber zu verschiedenen Zeiten als &quot;historisch&quot; angesehen wurden.

Nebu
10.09.2003, 18:00
Wahrscheinlich wird dann bald auch noch behauptet diese Logikbrüche und der ungenauer Schreibstil sei gewollt http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif. (&lt;- ein Scherz)

Naja sobald da mal ein Unbeteiligter rüberliest, fliegen doch solche aus Flüchtigkeit und einer gewissen Unüberlegtheit heraus entstandenen Fehler normalerweise noch raus. Ist ja auch kein großes Ding und war nur was einem sofort ins Auge fällt (wenn nicht das ganze Quellenbuch so ist http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif)


@Kazzirah
Du hast mit Sicherheit recht, daß diese keine moderne geschichtliche Abhandlung ist, aber normalerweise sind gerade die Schöpfungsmythen aufgrund der jahrhundertelangen Überlieferung &quot;sauber&quot; geschliffen worden und genau auf solche Fehler hin abgeklopft. Man will ja schließlich keinen Zweifel wecken. (und im bewussten Fall geht es schließlich um die Motivation des Hauptgottes). Auch dein mit &quot;Land ungleich Land&quot; Argument ist nicht wirklich griffig, da im Text sehr wohl zwischen Land und Ozean und sogar Inseln unterschieden wird. Man also den Begriff Land im Kontext durchaus eher &quot;geographisch&quot; einsortieren muss und nicht als &quot;wolkiges irgendwas-Konstrukt&quot;. Aber wie gesagt disskutieren lohnt da echt nicht groß, da jeder erkennen kann wie die Fehler entstanden sind - Flüchtigkeit. Kennen wir doch alle beim Erstellen solcher Texte.

Triton Schaumherz
10.09.2003, 18:11
Zitat[/b] (Kazzirah @ 10 Sep. 2003,17:17)]Auch aus rollenspielerischer Sicht halte ich Unscharfen und logische Inkonsitenzen in historiografischen Texten zur Rollenspielwelt für statthaft und sinnvoll. Es soll ja gerade Raum zur Interpretation geliefert werden, nicht mehr als ein möglichst dehnbares Gerüst, kein enggeschnürtes Korsett.
Es sollte grundsätzlich unterschieden werden zwischen Texten, die Spieler bzw. Abenteurerwissen wiedergeben und Texten, die für den Spielleiter bestimmt sind. Erstere dürfen ungenau, inkonsistent, unlogisch, etc. sein (sollten es sogar sein), da sie die Mythologie bzw. Geschichtsschreibung der Spielwelt simulieren. Mit diesen Texten wird ja nicht nur Information übermittelt, sondern vor allem ein gewisses Flair.

Texte für den Spielleiter hingegen sollten die historischen Fakten korrekt wiedergeben, nach dem Motto &quot;Wie es wirklich war&quot;.

Ich muß wohl nicht daran erinnern, daß wir (damit meine ich eigentlich die QB-Autoren) bezüglich der Historie Midgards in der Lage sind diese Fakten zu schaffen - im Gegensatz zu unserer irdischen Vergangenheit, deren &quot;Fakten&quot; man wohl niemals lückenlos und widerspruchsfrei ans Licht der Gegenwart wird bringen können.

Man sollte also immer unterscheiden zwischen Flavor-Text für den Spieler und Fakten-Text für den Spielleiter. Die von DiRi vorgestellten Textschnippsel halte ich für Spieler-Texte. Ich warte gespannt darauf, im QB eines Tages die &quot;wahre Geschichte&quot; dazu zu lesen.

Herzliche Grüße,
Triton

DiRi
10.09.2003, 19:39
Ich kann Nebus Einwürfe teilweise nur schwer nachvollziehen. Er stilisiert für ihn vorhandene (vermeintliche) Ungereimtheiten zu Fehlern - Sprachregelverstößen - hoch. Doch Fehler im von Nebu aufgeführten Sinne vermag ich in dem Text nicht zu erkennen. Die von Aliana aufgeführte Ungenauigkeit bzgl. Kupfer - Zinn ist hingegen vorhanden.

Es wäre empfehlenswert, nochmal den Mythos, vor allem von Anfang an, zu lesen. So könnte einem klar werden, dass sich &quot;Lande&quot; auf die zuvor erwähnte verlassene Heimat des Meervolkes bezieht. Das Wort &quot;Land&quot; wird hingegen mit der Stoßrichtung &quot;Land kultivieren&quot; verwendet. Eine Formulierung ..., &quot;[Auslassung von &quot;das&quot;] Land zu entwickeln und kultivieren&quot; würde dies vielleicht deutlicher werden lassen, Änderungsbedarf sehe ich aber nicht wirklich. Eine zeitliche Abfolge muss sich nun nicht zwingend in textlicher Chronologie ergehen.

Im zweiten von Nebu kritisierten Textausschnitt unterstreicht der nachgeschobene Satz mit dem Selbstmord der Seeleute aus Dankbarkeit nur die anfängliche Bereitschaft der Valianer, Menschenopfer zu begehen, respektive das in den Sätzen zuvor hinsichtlich der Opferung der Erstgeborenen in den ersten Jahren Gesagte. Auch hier ist eine Reihung in zeitlicher Abfolge nicht zwingend erforderlich und keineswegs stilistisch geboten. Unbestritten ist allerdings, dass es so wie von Nebu angeregt, hätte formuliert werden können. Sprachlich geht jedenfalls beides. und das eine muss nicht besser sein als das andere - ich würde sagen: Geschmackssache.

Mir ist nun klar geworden, dass in diesem Entstehungsmythos aus einem geweissen Blickwinkel heraus Ungereimtheiten hineingelesen werden können (und nein, ich sage jetzt nicht, dass das so gewollt war). Da dieser Teil bisher dem Lektor wie auch Jürgen schon seit Jahren gegenwärtig ist und so belassen wurde, vermute ich dbzgl. keinen gesteigerten Handlungsbedarf. Aber das Lektorat ist noch nicht abgeschlossen bzw. noch nicht wiederaufgenommen worden, Nebu darf also noch hoffen ...

Ciao,
Dirk.

Torfinn
04.10.2003, 13:12
Hallo Freunde !

Gibt es schon einen Erscheinungstermin für den QB ?

Gruß
Uwe

Bart
30.10.2003, 11:13
Hallo Leute,

ich brauch mal Infos zu dem Verhältnis der einzelnen valianischen Hauptkulten zueinander.

Und welcher Kult vertritt eher die Großreichidee, welcher steht sich gut mit den Magiergilden welcher beäugt diese eher skeptisch etc.

Eike

Lars
30.10.2003, 11:57
Hi!
Soweit ich das verstanden habe ist die Laranpriesterschaft ein mehr oder weniger &quot;heimlicher&quot; Verfechter der Großreichidee und die Culsupriesterschaft überwacht die Magiergilden.
Das ist so daß was ich bisher weiß, oder zu wissen glaube http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
aber vielleicht rückt DiRi noch ein paar weitere Infos raus?! http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

- Lars

Bart
30.10.2003, 12:06
Zitat[/b] (Lars @ 30 Okt. 2003,11:57)]Hi!
Soweit ich das verstanden habe ist die Laranpriesterschaft ein mehr oder weniger &quot;heimlicher&quot; Verfechter der Großreichidee und die Culsupriesterschaft überwacht die Magiergilden.
Das ist so daß was ich bisher weiß, oder zu wissen glaube http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
aber vielleicht rückt DiRi noch ein paar weitere Infos raus?! http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

- Lars
Ja genauso in der Art habe ich mir das bisher auch vorgestellt, bzw. irgendwo schon mal Andeutungen dazu gelesen. Ich weiß es halt nur nicht mehr.

Eike

Odysseus
30.10.2003, 17:55
Zitat[/b] (Eike @ 30 Okt. 2003,11:13)]Hallo Leute,

ich brauch mal Infos zu dem Verhältnis der einzelnen valianischen Hauptkulten zueinander.
Soweit ich mich erinnere, ist das Verhältnis der einzelnen Tempel untereinander eher gespannt bzw. eisig, da ihre innen- und außenpolitischen Interessen größtenteils im Widerspruch stehen. Dagegen werden die ausländischen Kulte eher belächelt; es sind schließlich nur fehlgeleitete Barbaren...



Best,

der Listen-Reiche

Wiszang
31.10.2003, 10:29
Hi!

Ja, so ähnlich wie Odysseus habe ich das auch im Kopf. Die Götter auf Valian haben nicht das familiäre Flair wie z.B. die albischen, da krachts öfters. Was will man auch erwarten, wenn der eine Gott schon eine halbe Drachennatur ist...
Alles Gute
Wiszang

Bart
31.10.2003, 10:37
Ist der Tin Kult eher Anhänger des Großmachtgedanken, ähnlich wie der Laran-Kult oder eher politisch gemäßigt ob der Erfahrungen?

Bisher habe ich den Nothuns-Kult als neutral bzw. zwischen den Fronten (Laran/Tin zu Alpanu/Culsu) stehend angesehen. Einwände?

Eike

Odysseus
31.10.2003, 10:47
Hmmm... Vielleicht sollten wir dafür auch einen eigenen thread eröffnen? Das ist ja doch ein weites Feld...



Best,

der Listen-Reiche

Odysseus
04.11.2003, 09:56
Zitat[/b] (Eike @ 31 Okt. 2003,10:37)]Ist der Tin Kult eher Anhänger des Großmachtgedanken, ähnlich wie der Laran-Kult oder eher politisch gemäßigt ob der Erfahrungen?

Bisher habe ich den Nothuns-Kult als neutral bzw. zwischen den Fronten (Laran/Tin zu Alpanu/Culsu) stehend angesehen. Einwände?

Eike
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Tin-Kult auch der 'Geldscheffler-Kult' und nimmt starken Einfluß auf den Handel. Wahrscheinlich hat auch er klare politische Ziele, vertritt sie aber nicht mit solcher Vehemenz wie der Laran-Kult...

Durch dieses Betätigungsfeld dürfte die Tin-Anhänger des öfteren mit ihren Kollegen vom Nothuntempel aneinandergeraten, welche ja schließlich den Seehandel unter ihrer Fittiche haben.



Best,

der Listen-Reiche

DiRi
04.11.2003, 15:52
Nur kurz:

Tin = Geldscheffler, in Ansätzen ja ...

Nothuns- und Larananhänger prägen die Politik. Die einen (Nothuns) wollen vor allem die Belange des Handels in den Vordergrund gerückt sehen, die anderen (Laran) träumen von alter Macht und Größe (und selbst die Dunklen Meister waren nicht so schlimm, wie oft immer wieder behauptet wird ...). Dazwischen liegen dann Alpanu und Tin als die Götteroberhäupter; und es gibt natürlich auch noch Culsu (und Molko und Sabor und Gob und Alialpanu und Gialkis und .... und was ...).

Ciao,
Dirk.

Bart
04.11.2003, 16:06
Ich hatte übrigens gefragt weil ich ein Abenteuer mit viel politischer Intirige in Candranor angesiedelt habe.

Denach haben sich in meinem Valian/Candranor die erwachten Seemeister, hier vertreten durch Arnabal, an einen einflussreichen Hohepriester Larans gewandt um ihn zu überzeugen ihnen zu helfen das Imperium im alten Glanz wiederzuerrichten. Mit Hilfe guter Rethorik und der ein oder anderen angewandten Namensmagie konnte dieser überzeugt werden den Seemeistern zu helfen.
Ein Sohn des derzeit herrschenden Seekönigs vertritt dieselbe Auffassung bezüglich der Wiedererrichtung des Großreichs, schließlich war der Laran-Hohepriester sein Mentor, und wird ebenfalls in die Machenschaften der Seemeister eingeweiht. Geplant ist es den alten und schon körperlich altersschwachen Seekönig zu vergiften, den Prinzen an die MAcht zu bringen und das Militär und die Flotte zu stärken etc etc. Natürlich alles mit Unterstützung aus dem Hintergrund durch die erwachten Seemeister.

Allerdings hat eine Sekte der Culsu, genannt die Schattenwächter, wind von der ganzen Sache bekommen und beschlossen den Prinzen, ob dieses Verrats töten zu lassen.
Diese Sekte verachtet jeglcihe nichtpriesterliche MAgie und ist extrem eingestellt. Die Mitglieder der Sekte sind Teil des normalen Culsu-Kultes.

Der Mord passiert während der Vermählung eines valianischen Herzogs (Spielercharakter) und einer Kriegerin (Spielercharakter).

Ich brauchte halt irgendwie Grundtendenzen, wie die Kulte untereinander interagieren und welche grundlegende Politik diese vertreten. Das war wichtig damit die jeweiligen Gesprächspartner und weiteren NSF ihren Standpunkt ordentlich rüberbringen können.

Grob:
Nothuns, neutral und auf erfolgreichen Handel aus.
Tin, erreichen von mehr Einfluss Valians durch politische und diplomatische Mittel
Alpanu, eher friedliebend
Culsu, Ablehnung von Magie als zu großen Machtfaktor
Laran, wiedererrichtung des Imperiums mit allen zur Verfügung stehenden Mittel

Anscheinend hatte ich es gar nicht so falsch getroffen.

Eike

Bro
04.11.2003, 16:10
Eike, dass ist ja recht heftig. Klingt aber sehr interessant.

Kannst Du mir dazu mehr Infos geben?

Auch per Messdiener, oder wie der heisst.

Shagrat, der Interessierte

daraubasbua
09.11.2003, 19:30
Zitat[/b] (Triton Schaumherz @ 10 Sep. 2003,18:11)]Zitat[/b] (Kazzirah @ 10 Sep. 2003,17:17)]Auch aus rollenspielerischer Sicht halte ich Unscharfen und logische Inkonsitenzen in historiografischen Texten zur Rollenspielwelt für statthaft und sinnvoll. Es soll ja gerade Raum zur Interpretation geliefert werden, nicht mehr als ein möglichst dehnbares Gerüst, kein enggeschnürtes Korsett.
Es sollte grundsätzlich unterschieden werden zwischen Texten, die Spieler bzw. Abenteurerwissen wiedergeben und Texten, die für den Spielleiter bestimmt sind. Erstere dürfen ungenau, inkonsistent, unlogisch, etc. sein (sollten es sogar sein), da sie die Mythologie bzw. Geschichtsschreibung der Spielwelt simulieren. Mit diesen Texten wird ja nicht nur Information übermittelt, sondern vor allem ein gewisses Flair.

Texte für den Spielleiter hingegen sollten die historischen Fakten korrekt wiedergeben, nach dem Motto &quot;Wie es wirklich war&quot;.

Ich muß wohl nicht daran erinnern, daß wir (damit meine ich eigentlich die QB-Autoren) bezüglich der Historie Midgards in der Lage sind diese Fakten zu schaffen - im Gegensatz zu unserer irdischen Vergangenheit, deren &quot;Fakten&quot; man wohl niemals lückenlos und widerspruchsfrei ans Licht der Gegenwart wird bringen können.

Man sollte also immer unterscheiden zwischen Flavor-Text für den Spieler und Fakten-Text für den Spielleiter. Die von DiRi vorgestellten Textschnippsel halte ich für Spieler-Texte. Ich warte gespannt darauf, im QB eines Tages die &quot;wahre Geschichte&quot; dazu zu lesen.

Herzliche Grüße,
Triton


Zitat[/b] (Kazzirah @ 10 Sep. 2003,17:17)]
Ich kann Nebus Einwürfe teilweise nur schwer nachvollziehen. Er stilisiert für ihn vorhandene (vermeintliche) Ungereimtheiten zu Fehlern - Sprachregelverstößen - hoch. Doch Fehler im von Nebu aufgeführten Sinne vermag ich in dem Text nicht zu erkennen. Die von Aliana aufgeführte Ungenauigkeit bzgl. Kupfer - Zinn ist hingegen vorhanden.

Es wäre empfehlenswert, nochmal den Mythos, vor allem von Anfang an, zu lesen. So könnte einem klar werden, dass sich &quot;Lande&quot; auf die zuvor erwähnte verlassene Heimat des Meervolkes bezieht. Das Wort &quot;Land&quot; wird hingegen mit der Stoßrichtung &quot;Land kultivieren&quot; verwendet. Eine Formulierung ..., &quot;[Auslassung von &quot;das&quot;] Land zu entwickeln und kultivieren&quot; würde dies vielleicht deutlicher werden lassen, Änderungsbedarf sehe ich aber nicht wirklich. Eine zeitliche Abfolge muss sich nun nicht zwingend in textlicher Chronologie ergehen.

Im zweiten von Nebu kritisierten Textausschnitt unterstreicht der nachgeschobene Satz mit dem Selbstmord der Seeleute aus Dankbarkeit nur die anfängliche Bereitschaft der Valianer, Menschenopfer zu begehen, respektive das in den Sätzen zuvor hinsichtlich der Opferung der Erstgeborenen in den ersten Jahren Gesagte. Auch hier ist eine Reihung in zeitlicher Abfolge nicht zwingend erforderlich und keineswegs stilistisch geboten. Unbestritten ist allerdings, dass es so wie von Nebu angeregt, hätte formuliert werden können. Sprachlich geht jedenfalls beides. und das eine muss nicht besser sein als das andere - ich würde sagen: Geschmackssache.

Mir ist nun klar geworden, dass in diesem Entstehungsmythos aus einem geweissen Blickwinkel heraus Ungereimtheiten hineingelesen werden können (und nein, ich sage jetzt nicht, dass das so gewollt war). Da dieser Teil bisher dem Lektor wie auch Jürgen schon seit Jahren gegenwärtig ist und so belassen wurde, vermute ich dbzgl. keinen gesteigerten Handlungsbedarf. Aber das Lektorat ist noch nicht abgeschlossen bzw. noch nicht wiederaufgenommen worden, Nebu darf also noch hoffen ...

Ciao,
Dirk.


Hoi

Der Threadbeginn ist schon etwas her, aber da laut allerneuersten &quot;In der Pipeline&quot;-Informationen vom Vallian QB noch keine Rede ist kann es ja noch Sinn machen.

Ich muss mich Nebu anschliessen, der erste Satz hat mich auch eher ratlos zurückgelassen. Der Wechsel der bedeutung von &quot;Land&quot; (zwischen alt und neu?) kommt bei mir auch nicht so ganz rüber.

Zitat[/b] ]Tin, dem die brachliegenden und in weiten Teilen menschenleeren Lande schon lange missfielen, erkannte, dass diese Menschen die Fähigkeit mitbringen würden, das Land zu entwickeln und zu kultivieren.

Nach einigem Nachdenken und -lesen bin ich zum Schluß gekommen, das mit dem brachliegenden Land wohl doch &nbsp;Hyr-Aquilon gemeint sein muss, auch wenn mich das &quot;lange&quot; vor &quot;missfielen&quot; eher an bereits existierende Felsinseln im Meer denken lies. Schliesslich werden die Meervölker sofort geflohen sein, nachdem die Mächte des Eises ihr Land verwüsteten, ihre Städte zerstörten und viele der Bewohner (vor allem die ungeschützten Bauern) töteten, sodas das Land im nächsten Jahr wohl gezwungenermassen brachliegen würde. Nun ja, Götter mögen zwar einen anderen Zeitsinn haben, aber die Erzähler der Mythen nicht.
&quot;das Land&quot; wiederum bezieht sich meinem Sprachgefühl nach auf das zuletzt erwähnte (also Hyr Aquilon) wiewohl Du offensichtlich den vallianischen Archipel damit meinen willst.

Nach durchlesen dieses Stranges denke ich, das ungefähr folgendes gemeint ist

Das verwüstete Hyr Aquilon missfällt Tin auf aüßerste, seine Auserwählten aber (schliesslich ist das die ofizielle Vallianische Lesart) sind eben ganz besonders geeignet, neues Land zum Blühen zu bringen (betonung auf besonders, in Hyr Aquilon haben sie das ja schon einmal geschafft, aber Tin hat grösseres mit ihnen vor). Also das bestehende brahliegende Hyr Aquilon missfällt Tin. Seine Auserwählten sind aber ganz besonders befähigt Land (im allgemeinen!http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif zu besiedeln, und im nächsten Satz erschafft er auch die unwirtlichen Felsinseln, um ihnen eine neue Heimat und eine angemessene Herrausforderung zu geben.

Die Erschaffung beschreibst Du sehr schön, und wenn Tin nicht ausgerechnet ein vallianischer Gott wäre, wäre der Lapus mit dem Kupfer, das zu Zinn wird ja auch zu verschmerzen, aber hier geht es um Geld! Auch der Schnellschuß mit der Bronze hilft nicht, das erklärt zwar, woher das Zinn kommt, aber nicht , wo das Kupfer blieb. Vielleicht gibt es noch ja riesige, unentdeckte Lagerstätten, die aber im Inselsockel &nbsp;tief unter dem Meeresspiegel liegen, sozusagen Nothuns Belohnung dafür, das er die Vallianer hinfort besonders begünstigen solle?

Beim zweiten Absatz bin ich noch mehr stutzig geworden, warum dieser lange (und für mich überraschende - ich hatte ein anderes Bild von Hyr Aquilon, das doch mit den Zwergen auf gutem Fuß stand) Rückgriff auf dunkle, grausame Götter und Menschenopfer. Beim dritten Absatz wurde es mir dann schon klar: YADC - yet another dark cult. Wenn es denn unbedingt sein muß, dann bitte halt als (nicht allgemein bekannte) Hinterrundinformation zu Vallian, aber bitte nicht im Gründungsmythos. Das wäre, wie wenn die Änäis in zwei Seiten den Auszug aus Troja und die Stadtgründung schildern würde, und Vergil sich dann kapitelweise über ungeklärte Todesfälle in Rom ausliesse, wobei er den Etruskern alles in die Schuhe schöbe.

Meine Meinung zum Schöpfungsmythos: der erste Absatz könnte meiner Meinung ruhig ausführlicher sein (vorallem in seiner Lobpreisung der Vallianer), Molok &nbsp;- übrigens eine ausgezeichnete Idee den kathargischen Hauptgott zu ergänzen! - vielleicht hier schon einführen, und die Selbstopferung des Unteranführers relativ kommentarlos (Grundtenor: andere Opfern zur Stadtgründung Stiere, wir aber ...) beschreiben, sodass es als große Ausnahme erscheint, und die Gründung als einzigartig auszeichnet.

Der zweite und dritte Absatz sollten in eine Hintergrundinformation zu dieser Sekte einfliessen, und könnte dann DEREN Lesart enthalten, die je nach &quot;wahrem&quot; Hintergrund von Hyr Aquilon Tatsache, oder, falls der Kult zu &nbsp;dekadenten späteren Zeiten gegründet wurde , Lüge ist.

Um auf Kazirrahs und Tritons Einwürfe bezüglich Informationstrennung zurückzukommen:

Nur zwischen Spielleiter- und Spielerinformation in einem käuflichen Quellenbuch zu unterscheiden, erscheint mir weder &nbsp;sinnvoll noch machbar. SEHR sinnvoll wäre es hingegen, die Verbreitung solcher Information darzustellen! Dann könnte je nach Situation und Charakterhintergrund entschieden werden, ob Information bekannt ist (z.B. der benötigte Fertigkeitswert Landeskunde, oder ein einfacher oder modifizierter EW Landeskunde oder ein bestimmter Hintergrund &nbsp;oder eine Kombination aus Sagenkunde und Landskunde und/oder was weis ich ...)
Und einiger Hintergrund (natürlich der Gründungsmythos, den bringen die Priester doch jedem jungen Vallianer bei !)kann ruhig in &quot;Oiginalform&quot; dargestellt werden, das erhöht die Authentizität und Stimmung. Ich finde das einen besonderen Reiz der Midgardquellenbücher.

Nochwas zu den &quot;Fakten&quot; die die Quellenbuchautoren schaffen, so wie Triton meint:
So leid es mir tut - und ich bin wirklich froh, das ihr Euch die Arbeit macht (hoffentlich macht es Euch auch Spass) - ihr schafft KEINE Fakten. Ihr stellt sowas wie Axiome auf, die dann aufeinander aufbauen und das Hintergrundgebäude zu einer Region unser Aller Midgards bilden.
Wenn dann so Zwerge wie ich daherkommen, mit dem Hammer Logik draufhauen, und der Hintergrund ist unversehrt, dann jubeln die Zwerge und wollen darinn spielen. Ist es danach verbogen und windschief, zucken sie mit den Achseln und machen das beste daraus, liegt es aber in Trümmern, warnen sie alle anderen Zwerge vor dem Schutthaufen.
Die Grundregeln sind mittlerweile auch schon ein paar mal überarbeitet worden und die darinn enthaltenen &quot;Fakten&quot; haben sich geändert, auch in KanThaiPan wird nächstes Jahr wohl plötzlich einiges anders sein mit dem neuen Quellenbuch.

In diesem Sinne, auf ein spannendes (und doch bald erscheinendes) Vallian QB

Josch, SüdCon-inspiriert,
und der Meinung das das Vallian QB VOR einem Küstenstaaten QB erscheinen müsste.

Birk
09.11.2003, 21:14
Zitat[/b] (Eike @ 04 Nov. 2003,16:06)]Grob:
Nothuns, neutral und auf erfolgreichen Handel aus.
Tin, erreichen von mehr Einfluss Valians durch politische und diplomatische Mittel
Alpanu, eher friedliebend
Culsu, Ablehnung von Magie als zu großen Machtfaktor
Laran, wiedererrichtung des Imperiums mit allen zur Verfügung stehenden Mittel

Eike
Hi Eike,

auf keinen Fall darf aber vergessen werden, dass die Götter und vor allem die sie vermittelnden Priesterschaften auch eine weltliche Entwicklung nachvollziehen müssen.
Die Culsu, die heute verehrt wird, kann doch eigentlich unmöglich dieselbe sein, die zu Zeiten des Seemeisterreiches verehrt wurde.
Ebenso müsste Tin doch, durch den Niedergang des valianischen Imperiums, als Herrschaftsgott, in irgendeiner Weise eine Veränderung erfahren haben.
Nothun selber ist ja der volkstümlichste aller Götter und genießt daher in den Küstenstaaten besondere Verehrung, wohingegen dort sonst nur Tin von den Adeligen aufgrund seines herrschaftlichen Aspektes Respekt bekommt. Worin mag wohl die Volkstümlichkeit dieses Gottes liegen? Allein seine Vorliebe für den Handel ist es ja wahrscheinlich nicht?

Noch etwas zur Zuordnung der Elemente zu den Göttern. Nothun- Wasser, Alpanu- Erde, Culsu- Eis ok. Aber Tin als Herrschaftsgott einem so unsteten Element wie der Luft zu verbinden finde ich ja eigntlich sehr unpassend. Vielmehr hätte ich es als gelungen angesehen, wenn Nothun noch den Luftaspekt erhalten hätte und Tin mehr als ordnendes Prinzip in Erscheinung getreten wäre. Das hätte zwar die schöne Vorgartensymetrie der fünf Götter- fünf Elemente kaputt gemacht, wäre aber mMn stimmiger. Es sollte ja auch beachtet werden, das selbst die Valianer die Prinzipien des Chaos (Tycheru verkörpert durch Molkor (?)) und der Ordnung (Hosaru verkörpert durch ?) kannten.

Naja, ich muss gestehen, dass ich dem Valian Quellenbuch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen sehe. http://www.midgard-forum.de/iB_html/non-cgi/emoticons/uhoh.gif

Ciao
Birk

Triton Schaumherz
31.12.2004, 17:30
Als die Vorfahren der Valianer, das sagenumwobene Meervolk, vor Urzeiten durchs Meer der Fünf Winde segelten, waren sie nur ein kleines Häuflein Edler, die aus ihrer Heimat geflohen waren. Tin, dem die brachliegenden und in weiten Teilen menschenleeren Lande schon lange missfielen, erkannte, dass diese Menschen die Fähigkeit mitbringen würden, das Land zu entwickeln und zu kultivieren. So hob er für sie die Inseln von Valian aus dem Meer. [...]

Die Angehörigen des Meervolkes hatten in ihrer alten Heimat grausame Gottheiten verehrt, und das einzige Opfer, das sie damals kannten, war das Menschenopfer. So opferten sie aus übergroßer Dankbarkeit in der ersten Zeit, in der sie auf der Insel lebten, dem Gott Tin viele ihrer neugeborenen Kinder.
Die Meervölker (Aquilonier) haben in ihrer Heimat Hy-Aquilon also andere Gottheiten verehrt als Tin, Alpanu etc. Nach seiner Ankunft auf den valianischen Inseln hing dieses Meervolk fortan den Baales Valianes an. Welche Götter verehrten aber die anderen Meervölker, die in Lamaran und der Vesternesse landeten? Weiterhin die alten (grausamen) Götter, ebenfalls Tin&Alpanu, oder fanden sie eigene neue Götter?

Herzliche Grüße,
Triton

DiRi
31.12.2004, 17:46
:dunno:

Höre ich da die Rufe nach einem Hy-Aquilon Quellenbuch aufkommen? :rueckzug:

Ciao,
Dirk :zaunpfahl:

Triton Schaumherz
31.12.2004, 22:29
Hallo DiRi !
:dunno:

Höre ich da die Rufe nach einem Hy-Aquilon Quellenbuch aufkommen? :rueckzug:Nö, so sollte das garnicht klingen. Aber Du als Autor des KüSta-QB hast sicher am ehesten eine Ahnung davon, welchen Göttern z.B. die Corer anhingen.

Noch mehr interessiert mich allerdings das dritte Meervolk, welches im Süden der Vesternesse landete und später mit den Tuskern zum Volk der Chryseier verschmolz. Brachte dieses Volk seine Götter mit oder übernahm es die Religion der Tusker? Du hast weiter oben in diesem Strang schon mal beiläufig die Tusker erwähnt; deshalb bin ich fast sicher, dass Du darüber schon mal nachgedacht hast. :D

Herzliche Grüße,
Triton

Aisachos Chias
20.10.2006, 16:12
Gibt es zu der Frage von Triton eigentlich schon eine Antwort oder habt ihr beiden euch darauf geeinigt, darüber zu schmunzeln und es ungeklärt zu lassen, ob die Chryseier bis zum Auftauchen Nea Deas den (ur)alten Aquilonischen Göttern anhingen?

By the way, weil es dazu passt: (Wann) hat Valian eigentlich Chryseia erobert? Oder waren die beiden Länder schon immer "ein Reich"? Gab es damals eine "Glaubensreform" durch Valian?

Viele Grüße,
Kosch

DiRi
20.10.2006, 18:54
Gibt es zu der Frage von Triton eigentlich schon eine Antwort oder habt ihr beiden euch darauf geeinigt, darüber zu schmunzeln und es ungeklärt zu lassen, ob die Chryseier bis zum Auftauchen Nea Deas den (ur)alten Aquilonischen Göttern anhingen?

Ja für den ersten Teil deiner Frage. Die Chryseier - die sich natürlich als Valianer gesehen haben - hingen selbstredend den valianischen Göttern an. Der Glaube an Nea Dea kam noch zu Zeiten des Imperiums auf und hat sich im Zuge des Niederganges des Seemeisterreichs schließlich zusammen mit dem Wredlin-Kult zur vorherrschenden Region in Chryseia auschwingen können. Die valianischen Götter im heutigen Chryseia wurden dabei abgelöst.

By the way, weil es dazu passt: (Wann) hat Valian eigentlich Chryseia erobert? Oder waren die beiden Länder schon immer "ein Reich"? Gab es damals eine "Glaubensreform" durch Valian?

Die Eroberung erfolgte in mehreren Zügen. Das heutige Chryseia war dabei zum Teil tuskisch, zum Teil in Besitz eines anderen Meervolkes, der corischen Republik. Auf die genaueren Umstände werde ich aber nicht weiter eingehen. Warum ich das nicht tue, dürfte sich von selbst erklären.

Ciao,
Dirk

Triton Schaumherz
20.10.2006, 19:55
Ja für den ersten Teil deiner Frage. Die Chryseier - die sich natürlich als Valianer gesehen haben - hingen selbstredend den valianischen Göttern an.Meine Frage, die Aisachos aufgegriffen hat, bezog sich aber nicht auf die Valianer, sondern jenes andere Meervolk, welches lange vor den Valianern in Chryseia landete (zwischen 50 vL und 150 nL).

Jenes Meervolk (zur Abgrenzung von den Valianern habe ich es "Illyionter" genannt) hing ursprünglich natürlich keinen valianischen Göttern an, sondern den alten aquilonischen. Ob und wann die Illyionter die tuskischen Götter übernommen haben, konnte oder wollte DiRi nicht rausrücken. Jedenfalls vermischten sie sich in der Folge mit den Tuskern und nannten sich fürderhin "Chryseier".

Die Eroberung erfolgte in mehreren Zügen. Das heutige Chryseia war dabei zum Teil tuskisch, zum Teil in Besitz eines anderen Meervolkes, der corischen Republik. Auf die genaueren Umstände werde ich aber nicht weiter eingehen. Warum ich das nicht tue, dürfte sich von selbst erklären.Nur um das zeitlich einzuordnen: Im 5. Jhdt. verloren die Chryseier den westlichen Teil Chryseias an die Corische Republik. Die Eroberung durch die Valianer erfolgte wie gesagt schrittweise zwischen 700 und 900 nL und hatte die Ablösung der altchryseischen (tuskisch-illyiontischen) Götter durch das valianische Pantheon zur Folge (jedenfalls in der Herrschaftsschicht). Der Glaube um Nea Dea und Wredelin gelangte erst nach der Zerstörung Candranors (1180) nach Chryseia. Etablieren konnte er sich dort aber erst nach dem Krieg der Magier.

Herzliche Grüße,
Triton

Aisachos Chias
21.10.2006, 11:32
Dankeschön!

Viele Grüße, Kosch

Baldor
15.05.2007, 16:01
Verzeihung, wenn ich etwas aufdringlich klinge, ich möchte
zu nichts drängen. Aber ist schon ein uuungefährer Termin
für das Release des Valian/KüSta-Quellenbuches erkennbar?

Vielen Dank für ein Datum oder auch nur eine ungefähre Positionierung,
Baldor :bogen:

Tuor
15.05.2007, 16:30
Verzeihung, wenn ich etwas aufdringlich klinge, ich möchte
zu nichts drängen. Aber ist schon ein uuungefährer Termin
für das Release des Valian/KüSta-Quellenbuches erkennbar?

Vielen Dank für ein Datum oder auch nur eine ungefähre Positionierung,
Baldor :bogen:

Da es noch nicht einmal in der Pipeline (http://www.midgard-online.de/cgi-bin/show?id=produkte/030_pipeline.html) genannt ist, wird wohl noch kein Termin geplant sein - vermute ich.

Branwen
15.05.2007, 22:03
... Aber ist schon ein uuungefährer Termin für das Release des Valian/KüSta-Quellenbuches erkennbar?Nein.

DiRi
16.05.2007, 00:07
Leider. Und an mir liegt es (diesmal) nicht...

Ciao,
Dirk

Nanoc der Wanderer
16.05.2007, 00:44
... Aber ist schon ein uuungefährer Termin für das Release des Valian/KüSta-Quellenbuches erkennbar?Nein.

Schade. Aber eine klare Aussage, mit der man arbeiten kann.

Gruß
Bernd

MazeBall
16.09.2007, 21:18
Leider. Und an mir liegt es (diesmal) nicht...

Ciao,
Dirk

Bitte erläutern!! :wave: Deine letzten Appetizer klangen GROßARTIG und meine Gruppe nervt mich ohnehin seit Jahren mit Sätzen wie "wir wollen nach Thalassa" oder "au ja, wir gehen nach Valian" und ich antworte dann immer gelassen "jaja, eines Tages, wenn DiRis Valian/KüSta-QB rauskommt"....

Auf dass sie nicht zu lange warten mögen!!

Gruß
Marcell

Slade
03.12.2007, 15:38
Wie sieht es jetzt, ein knappes halbes Jahr später aus?

Wiszang
04.12.2007, 15:08
Hi Slade!

Generell bei Midgard gilt, erst wenn es in der Pipeline bei Midgard-online steht kann man davon ausgehen, dass es auch wirklich kommt. Zwar gibt es ab und an eine Überraschung, aber das ist eher selten. Von daher ist es nicht sinnvoll, alle halbe Jahr nachzufragen, es bringt einfach nichts. Wenn ein Druck kommt, wird der angekündigt, oder ist einfach da. Das ist nun mal so, das kann man nicht ändern.

Alles Gute
Wiszang


Hi!
Bitte an den Rest der Gemeinde: Die Sache hier nicht kommentieren. Diskussionen darüber bitte in dem entsprechenden Strang. Hier auch keine weiteren Postings über "wann kommt es denn", die lösche ich dann einfach ohne Kommentar. Thema dieses Stranges: Appetithappen zu Valian und die Diskussion darüber. Danke!
Wiszang

Gindelmer
04.12.2007, 19:42
Hallo Slade,
anbei ein Link zur Pipeline (http://midgard-online.de/cgi-bin/show?id=produkte/030_pipeline.html).

Alternativ: www.midgard-online.de => Produkte => Pipeline

Viele Grüße
Gindelmer

Mala Fides
05.01.2009, 22:23
Wie ist denn der Status Quo, wenn man fragen darf? Und ja, es befindet sich nichts entsprechendes in der vielzitierten Pipeline, aber ich bin einfach unglaublich horny auf das QB und das Aufmischen Candranors!

DiRi
05.01.2009, 22:57
... Aber ist schon ein uuungefährer Termin für das Release des Valian/KüSta-Quellenbuches erkennbar?Nein.

An dieser Aussage hat sich nichts geändert. Welche Produkte demnächst erscheinen, darüber informiert die viel zitierte Pipeline auf midgard-online.

Ciao,
Dirk

Slasar
06.01.2009, 19:07
Hat Jmd schon einmal alle "Happen" die der werte DiRi oder andere Lidralien/Valian-Aktivisten im Forum an der einen oder Stelle verlauten ließen, in einer einzelnen Datei gesammelt?

Vor längerer Zeit habe ich mir einmal die Mühe gemacht, die Datei aber "verloren". An sich ist das bisher hier Verstreute einige DIN A4 Seiten lang. Wenn man sich wiederum dann anschaut, welche weißen Flecken es noch zu den beiden Ländern gibt, gehe ich stark davon aus, dass DiRi die eine oder andere Antwort geben wird. So hat man mit der Zeit sicherlich Infos auf der Komplexitätsstufe mit der Moravod-Länderkunde aus den GB.

Ich sehe da also eher einen Mangel an konsequenter Fragepolitik.
Was natürlich nicht heißt, dass ich einem QB nicht entgegenfiebere.
Wir müssen uns als Forumianer aber auch wirklich bewusst werden, dass das Midgard-Forum einen für die RPG-Landschaft Deutschlands einzigartigen Luxus bietet: Hier kann man tatsächlich mit den "Machern" Kontakt aufnehmen, ihnen direkt Fragen zu ihren Produkten und Projekten stellen.
Dieser Umstand, der hier m.E. leider öfter schlicht unterschlagen wird, weil er für das Forum selbstverständlich erscheint (im direkten Vergleich aber nicht ist!), kompensiert mindestens die relativ (!) geringe Neuproduktpalette.

Aber: Mir sind zwei qualitativ hochwertige Midgard-Produkte pro Jahr lieber als zehn minderwertige (wie bei anderen kommerziellen RPGs). Daher kann ich DiRi und anderen mit den KüSt und Valian betrauten Offiziellen nur Folgendes auf den Weg geben: Lasst euch durch etwaige Missstimmungen und Unmutsbekundungen, die Ungeduld ausdrücken, nicht unter Druck setzen. Solange zumindest die eine oder andere Antwort auf länderspezifische Fragen zurückkommt (im Rahmen dieses Forums oder sogar per PN) sollte das Info-Bedürfnis mindestens gestillt werden können.